Welche Vorteile bietet vegane Ernährung für Sportler?

Scott Jurek
Scott Jurek

1. Das Verhältnis von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen ist optimal. Der Fokus liegt auf den Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß spielen mengenmäßig eine untergeordnete Rolle. Perfekt, denn Trainingsläufe, Fahrradtouren, Wanderungen oder Schwimmabenteuer erfordern Energie, am besten in Form von Kohlenhydraten.

2. Pflanzliche Lebensmittel = schnell verfügbare Energie. Und die brauchen Sportler, denn: Anders als komplexe Kohlenhydrate müssen sogenannte einfache Kohlenhydrate nicht erst in Zucker umgewandelt werden, damit unsere Muskeln ihre Energie nutzen können. Obst in allen Farben und Formen ist ein abwechslungsreicher Bestandteil der Ernährung eines veganen Läufers und liefert schnell verfügbare Energie in natürlicher Form.

3. Ein hoher Wassergehalt. Wasser ist lebensnotwendig, denn erst das kühle Nass ermöglicht es, unsere Körperfunktionen aufrecht zu erhalten: Wasser transportiert Nährstoffe durch den Körper, sorgt für die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, reguliert über die Schweißproduktion die Körpertemperatur und hält diese so auf einem konstanten Niveau. Bei körperlicher Belastung verliert der Körper über den Schweiß zusätzliches Wasser, aber mit einer rein pflanzlichen Ernährung ist direkt für Nachschub gesorgt. Nahezu alle Obst- und Gemüsesorten sind extrem wasserreich – mit Spitzenwerten über 90% Wassergehalt bei Wassermelonen, Gurken und Äpfeln. Eine Ernährung mit hohem Obst- und Gemüseanteil liefert nicht nur viele Nährstoffe, sondern gleichzeitig viel Flüssigkeit – und das ist nicht nur während einer Sporteinheit hilfreich.

4. Verdauungsprobleme und Verstopfungen? Fehlanzeige! Mit einer gut funktionierenden Verdauung kommst du leicht durch längere Trainingseinheiten, ohne dich aufgebläht oder gar träge zu fühlen. Fett- und eiweißreiche Mahlzeiten belasten das Verdauungssystem zusätzlich. Die Folge: Müdigkeit, Antriebslosigkeit – und ganz bestimmt keine Lust auf Sport und körperliche Betätigung. 30 g Ballaststoffe täglich lautet die Empfehlung. Und das klappt locker mit pflanzlicher Ernährung. Viel besser als mit einer omnivoren Ernährung, denn: Ballaststoffe sind ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, in tierische Lebensmittel kommen sie praktisch nicht vor.

5. Pflanzliche Lebensmittel enthalten viele Vitamine und weitere Antioxidantien. Wer Sport treibt setzt sich erhöhtem oxidativem Stress aus. Darunter versteht man die vermehrte Bildung von freien Radikalen, die der Körper durch das eigene Schutzsystem nicht mehr unschädlich machen kann – es entsteht ein Ungleichgewicht. Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, beta-Carotin, Selen und Polyphenole neutralisieren freie Radikale und mindern auf diese Weise den oxidativen Stress. Zwar kann man Antioxidantien inzwischen auch in Form bunter Pillen schlucken, aber aus frischem Obst und Gemüse nimmt der Körper sie viel besser auf.

Quelle: www.veganblatt.com